12.10.2020

Remarketing und Retargeting: Ähnlich, aber anders

Remarketing und Retargeting werden häufig austauschbar verwendet - irrtümlicherweise. Denn es gibt wesentliche Unterschiede. Wir erklären Ihnen welche das sind und was für Sie in Frage kommt.

Nein, Remarketing und Retargeting sind nicht ein und das selbe. Und ja: Es gibt Parallelen. Remarketing und Retargeting verfolgen beispielsweise ähnliche Ziele. Beides sind effektive Wege, um Personen, die bereits Interesse an Ihrer Marke gezeigt haben, wieder zu gewinnen: Dafür steht in beiden das “Re”. Und obwohl es einige Überschneidungen zwischen diesen beiden Strategien gibt, gibt es auch wesentliche Unterschiede in den spezifischen Taktiken, mit denen Kunden in Ihren Sales Funnel gelenkt werden.

Lassen Sie uns zunächst verstehen, was Remarketing und Retargeting ist.

Was ist Retargeting?

Beim Retargeting werden zunächst Personen identifiziert, die eine Interaktion mit Ihrer Marke online durchgeführt haben. Das kann zum Beispiel der Besuch Ihres Onlineshops oder eines Ihrer Social Media Profile sein. Im nächsten Schritt werden diese Personen dann mit digitalen Anzeigen gezielt angesprochen. Kurzum: Retargeting liefert Online- oder Display-Anzeigen an Zielgruppen auf der Grundlage ihres bisherigen Verhaltens oder ihrer Interaktionen mit Ihren Onlineauftritten.

Retargeting kennen Sie aus Ihrem eigenen Alltag: Wenn Sie jemals eine Website besucht haben und dann später beim Besuch einer anderen Website oder beim Scrollen durch Facebook eine Werbung für die Marke gesehen haben, wurden Sie mittels Retargeting angesprochen.

 

Wie funktioniert Retargeting?

Beim Retargeting wird an der Website ein Pixel hinterlegt.

Das Pixel erfasst Daten:

  • über die Personen, die die Website besuchen, und
  • darüber, was sie auf der Website tun.

Die Daten werden verwendet, um Zielgruppen auf Grundlage dieser Interaktionen zu erstellen. Diese Zielgruppen werden dann über Google Display oder Social Media-Anzeigen gezielt angesprochen.

Studien zeigen, dass nur 2% der Website-Besucher beim ersten Besuch einer Website konvertieren. Retargeting-Lösungen ermöglichen es Ihnen, das Publikum wieder auf Ihre Website zu lenken, sodass die Wahrscheinlichkeit einer Konversion steigt. Fakt ist, Retargeting führt zu einer Konversionsrate zwischen 50 und 60 %.

Schauen wir uns jetzt Remarketing im Detail an.

 

Was ist Remarketing?

Remarketing bezieht sich auf den Prozess, aktuelle oder frühere Kunden zu erreichen und sie auf der Grundlage ihrer früheren Käufe und Aktionen erneut anzusprechen.

Remarketing verwendet in der Regel E-Mail, um wieder mit dem Publikum in Kontakt zu treten. Aus diesem Grund ist eine Kunden-E-Mail-Liste für das Remarketing unabdinglich.

Häufig wird Remarketing als Teil einer grösseren Marketingstrategie zur Kundenbindung eingesetzt.

 

Beispiele für Remarketing sind das Versenden von E-Mails, die:

  • Hervorhebung von Verkäufen oder Geschäften zu Produkten, die mit früheren Käufen des Kunden zusammenhängen.
  • Für Produkte und Dienstleistungen werben, die mit den früheren Käufen des Kunden in Zusammenhang stehen.
  • Neue Angebote einführen, die sich auf die früheren Käufe des Kunden beziehen.
  • einen Kunden daran erinnern, dass er etwas in seinem Einkaufswagen “vergessen” hat.
  • Versenden von Gutscheinen, wenn ein Kunde in ein paar Wochen oder Monaten keinen Einkauf getätigt hat.

 

Wie das Retargeting ist auch das Remarketing ein wirksames Mittel, um die Konversionen bei einem bereits bestehenden Publikum zu steigern. Ca. 80 % der Kunden, die mit einer Remarketing-Kampagne angesprochen werden, werden mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zusätzliche Käufe aufgrund gezielter E-Mails tätigen.

 

Die Vorteile:

  • Geringere Kosten pro Impression
  • Bessere Konversionsraten
  • Verbesserter ROI
  • Präzises Targeting

 

Die Unterschiede:

Retargeting und Remarketing sind beides Taktiken zur Lead-Förderung. Beide bringen Ihre Marke wieder vor ein bereits existierendes Publikum und treiben Leads und Kunden in Ihren Sales Funnel.

Retargeting und Remarketing sind ähnlich, da sie die gleichen Ziele verfolgen:

  • Beide sprechen Zielgruppen an, die Ihre Marke bereits kennen. Ein Publikum also, das am ehesten zu einem Kauf bereit ist.
  • Ein weiteres gemeinsames Ziel ist der Aufbau einer dauerhaften Brand Awareness und ein Wiedererkennungswert.

 

Die entscheidenden Unterschiede zwischen Retargeting und Remarketing liegen in der Marketingstrategie, mit der diese Ziele erreicht werden.

  • Retargeting arbeitet in erster Linie mit bezahlten Anzeigen, um das Publikum, das Ihre Website oder Ihre sozialen Profile besucht hat, wieder anzusprechen.
  • Remarketing verwendet E-Mail, um aktuelle oder frühere Kunden wieder anzusprechen.

 

Der Hauptunterschied zwischen Retargeting und Remarketing liegt also in den Marketingstrategien, mit denen das Publikum wieder angesprochen wird.

Welches das Richtige für Sie ist, hängt vor allem von den Zielen ab, die Sie verfolgen.

 

Arbeiten Sie mit Retargeting, wenn:

  • Sie neue Kunden gewinnen wollen.
  • Sie aktuell viel Website-Traffic haben, aber nur wenig Konversionen.
  • Sie keine E-Mail-Liste haben.

 

Versuchen Sie Remarketing, wenn:

  • Sie sich auf die Wiedergewinnung aktueller oder früherer Kunden konzentrieren möchten.
  • Sie kein Budget für Anzeigen haben.
  • Sie eine E-Mail-Liste haben.

 

Sie müssen sich nicht zwischen Retargeting und Remarketing entscheiden. Sie können beide Strategien gleichzeitig anwenden, um Ihre Ergebnisse zu maximieren und noch mehr Kunden in Ihren Sales Funnel zu lenken.

 

Nutzen Sie Retargeting und Remarketing für Ihr Business – Tree Stones hilft Ihnen dabei

Wir von Tree Stones helfen seit über 10 Jahren Kleinen- und Mittelständischen Unternehmen bei der Umsetzung Ihrer Marketingstrategien und -kampagnen. Dabei setzen wir auch auf Retargeting und Remarketing, damit unsere Kunden das bestmögliche Resultat erzielen für Ihren Service/ Ihr Angebot. Wenn auch Sie an Retargeting und Remarketing interessiert sind, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.